Herbstausflug nach Ebnat Kappel zu Alder und Eisenhut am 11.9.2025

Der Herbstausflug zum grössten Schweizer Turngeräte-Hersteller vereinigte gutes Wetter und interessante Erfahrungen zu einem vollkommenen Erlebnis. (Bericht und Fotos von Ursula Frei)

Morgens um 08.15 h ist die Welt noch in Ordnung, besonders dann, wenn es auf Reisen geht. 43 Mitglieder vom TVU 60+ und ihre Angetrauten trafen frühmorgens am Busbahnhof in Zürich ein. Wie jedes Mal begrüssten sich die Teilnehmenden am Herbstausflug mit und ohne Küsschen aber mit grosser Freude. Es ist immer schön, seine «KameradInnen von früher» zu treffen und zusammen zu plaudern. Schon bald waren wir auf der Autobahn und die Fahrt verlief ruhig, so dass uns Heidi und Christine ohne Zwischenfall mit einem feinen Kaffee und Gipfeli verwöhnen konnten.

Bis Wil waren alle versorgt und happy. Dann die Fahrt durchs Toggenburg bis nach Ebnat Kappel: Einfach toll anzuschauen waren die blumengeschmückten Bauernhäuser und die knallgrünen Wiesen. Man konnte es den Kühen und den Schafen auf den Weiden fast ansehen, wie sie das saftige Gras genossen.

In Ebnat Kappel angekommen, wurden wir von  einem Mitarbeiter von Alder und Eisenhut begrüsst und dann in drei Gruppen durchs Turngerätemuseum und die Fabrikation geführt. Seit über 140 Jahren, mit rund 140 Mitarbeitenden, produziert Alder und Eisenhut Turnhalleneinrichtungen und Bühnen. Nicht schlecht staunten wir über die Produktevielfalt, die sich nicht nur auf die bekannten Turngeräte oder Matten beschränkt. Die Lagerhalle der vorgefertigten Produkte erstreckt sich über eine riesige Fläche. Es war eindrücklich, die verschiedenen Produktionsschritte hautnah beobachten zu können. Der Verkaufsleiter erklärte uns, dass Alder & Eisen-hut auch heute noch profitabel arbeitet und das auch nur, dank eines sehr guten Managements . Der ganze Produktionsablauf ist durchgetaktet und von der Anlieferung des Rohmaterials bis zum Vertrieb oder der Abholung durch den Kunden optimiert.

Der Besuch im Turngerätemuseum war äusserst aufschlussreich. Nicht nur bei den Frauen lösten die früheren Vorschriften für das Mädchenturnen Stirnrunzeln aus. Die Geschlechterrollen aus dem 19. Jahrhundert wirkten noch bis in die 1970er Jahre nach. Die Knaben wurden für den Wehrdienst vorbereitet, doch die Mädchen durften nicht zum Turnunterricht gehen. Es galten die Begriffe von «den wehrhaften Knaben und den anmutigen Mädchen». Der Balancierstab, der Rundlauf und die Wippe waren die einzigen Geräte, welche die Mädchen zur körperlichen Ertüchtigung benutzen durften, und das natürlich nicht in Turnbekleidung und nicht in der Turnhalle. Die von Alder und Eisenhut entwickelten und gebauten Turngeräte weisen ein hohes technisches Niveau auf. Heute sind sie natürlich leichter und aus anderen Materialien hergestellt, aber ihre Form hat sich kaum verändert. Auf jeden Fall erfuhren wir viel wissenswertes über die Geräte, mit denen wohl jede und jeder schon in Berührung gekommen ist.

Auf der kurzen Fahrt nach Ennetbüel wurde denn auch über das Gehörte und Gesehene diskutiert und alle freuten sich schon aufs Mittagessen in der Krone. Dort stiess noch Madeleine Keller, die in Ennetbühl zuhause ist, dazu. Der Hackbraten mit Kartoffelstock mit «Seeli» und frischem Gemüse hat denn auch wunderbar geschmeckt und auch die Vegi-Variante wurde gelobt. Für den Kaffee begaben wir uns zu einem weiteren schönen Ort, der Schwägalp. Die Seilbahn verschwand schon nach kurzer Fahrt im Nebel, so dass die Passagiere auf dem Gipfel wohl keine Aussicht geniessen konnten. Das Klima war auch auf der Schwägalp ein bisschen rauher als in Ebnat Kappel; wir verschwanden deshalb gerne im Restaurant zu Kaffee und Kuchen.

Nach einem kurzen Spaziergang oder einem ebenso kurzen Besuch in der Schaukäserei die leider nicht in Betrieb war, doch der Laden war offen. Viele nutzten die Gelegenheit, frischen Käse oder ein anderes Souvenir von der Schwägalp zu kaufen. Danach bestiegen wir wieder unseren Bus. Die Fahrt durchs Toggenburg, vorbei an schmucken Toggenburger Schindelhäusern und saftig grünen Wiesen, verlief ruhig und ohne nennenswerte Staus. Allerdings ist zu sagen, dass der Lärmpegel im Bus merklich leiser war als am Morgen. Das feine, währschafte Mittagessen in der Krone und Kaffee und Kuchen auf der Schwägalp mussten erst mal verdaut werden. Manch einem oder einer fielen die Augen zu.

Unser Chauffeur lieferte uns pünktlich beim Bahnhof Stettbach ab, wo sich die Teilnehmenden rasch in alle Windrichtungen verteilten. Unserem Chauffeur Toni gebührt ein grosser Dank für die sichere und bequeme Fahrt! Den beiden Organisatoren Manfred und Adrian ebenso, sie haben einen interessanten und schönen Ausflug organisiert, der bei allen gut ankam. Herzlichen Dank.

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