Nachruf für Alfons Kümin (12.4.1939 – 21.12.2025)

Alfons Kümin war seit 1988 Ehrenmitglied

EM Alfons Kümin gestorben
Mit über zwei Monaten Verspätung haben wir erfahren, dass unser Ehrenmitglied Alfons Kümiin kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr gestorben ist. Damit hat der TVU eines seiner markantesten Mitglieder verloren.
Alfons Kümin trat der TVU-Jugendriege schon als neunjähriger Knirps bei, obwohl damals erst Zehnjährige in der Jugi mitmachen durften. Sein Jugileiter Fredi Honegger schrieb zwar einmal, er sei ein «verdammter Lausbube» gewesen, der aber später, als vollwertiges TVU-Mitglied, zu den besten Kameraden gehörte. Alfons, oder «Fons», wie er stets gerufen wurde, war dabei zuerst «nur» die Nummer zwei, denn sein Vater, ebenfalls mit Vornamen Alfons, war lange Zeit der «erste Kümin» im TVU. Dazu spielte auch seine Schwester Ursi im Damenturnverein eine wichtige Rolle.

1956, als der Schweizer Sport bei Olympia in Melbourne fehlte, war mit Fons Kümin wenigstens ein Schweizer im Stadion anwesend. Er verbrachte während jener Zeit ein Jahr in Australien und hatte davon später seine TVU-Kameraden immer viel zu erzählen.

Für den TVU war Fons stets Gold wert! Ob als Sektionsturner an einem Turnfest oder als Fronarbeiter im Skihaus auf dem Stoos, oder wenn fürs Chränzli Kulissen zu bauen waren, immer war Fons zur Stelle. Auch auf der Chränzli-Bühne war er ein Perfektionist und konnte wochenlang hart üben, bis z.B. seine Balance-Nummer auf dem hohen Seil fehlerlos sass. Später zwang ihn eine langwierige Krankheit, seinen aktiven Aufwand zu reduzieren, und er wurde zu einem wichtigen Organisator hinter den Kulissen. Zusammen mit seiner ehemaligen Schulkameradin Elsbeth Wey brachte er als Obmann der TVU-Abendunterhaltung das in jener Zeit absolut hochklassige Chränzli Jahr für Jahr zu einem guten Ende.
1988 wurde Fons als Dank für seine grosse Arbeit zum TVU-Ehrenmitglied ernannt.

Auch im «Buddler-Club», einer Gruppierung von ehemaligen Kunstturnern, spielte Alfons Kümin eine wichtige Rolle. Er war während langen Jahren Präsident und war auch dafür verantwortlich, dass der Club rechtzeitig aufgelöst wurde, als er mangels aktiven Kunstturnern im TVU keinen Zweck mehr hatte, da ja niemand mehr unterstütz werden musste. Dabei organisierte Fons mit dem Abschiedsfest in der Waldhütte seiner Wohngemeinde Maur ein letztes grossartiges und unvergessliches Treffen, bei dem seine Kompetenz und seine Organisationsfähigkeiten wieder einmal augenfällig wurden.

Wir verlieren mit Alfons Kümin einen lieben, stets positiv eingestellten Kameraden und werden ihn schwer vermissen. Aber wir werden stets dankbar an ihn denken.
Peter Tobler

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